Was ist der MDK

Immer wieder hört man im Zusammenhang mit der Altenpflege über Kontrollen in Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten. Aber was genau ist der MDK? Welche Aufgaben hat der MDK?
Die Abkürzung MDK steht für „Medizinischer Dienst der Krankenkassen“. Der MDK ist der pflegerische Beratungs- und Begutachtungsdienst der Kranken- und Pflegeversicherung. Jedes Bundesland verfügt in der Regel über einen eigenen MDK. In einigen Bundesländern arbeitet der MDK aber auch übergreifend wie zum Beispiel in Schleswig-Holstein und Hamburg oder in Berlin-Brandenburg.
Der MDK hat unter anderem die Aufgabe, die Pflegeversicherung und die Krankenkassen in medizinischer und pflegerischer Hinsicht zu beraten. Die Krankenkassen und Pflegeversicherung sollen durch den MDK Leistungsgerechte Entscheidungen treffen können.
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MRSA, Händehygiene und die Grundpflege – Teil 3

Grundpflege

Die Grundpflege wird im Sozialrecht als „Unterstützung in der teilweisen oder vollständigen Übernahme der Verrichtungen in den Aktivitäten des täglichen Lebens oder in Beaufsichtigung oder Anleitung mit dem Ziel der eigenständigen Übernahme dieser Verrichtungen“ definiert.

Zu den Verrichtungen des täglichen Lebens zählt die Körperpflege.

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Händehygiene und Händedesinfektion

Händehygiene

Die Händehygiene nimmt eine wichtige Rolle im Pflegealltag ein. Sie dient nicht nur zum Schutz der Bewohner eines Altenpflegeheimes oder sonstigen Pflegeeinrichtungen sondern auch zum Schutz des Pflegepersonals. Der Händehygiene kommt daher auch eine bedeutende Rolle bei der Gestaltung des Hygieneplans zu. Richtlinien hierfür lassen sich aus dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) ableiten. Weiterlesen

MRSA, Händehygiene und die Grundpflege – Teil 1

Was bedeutet MRSA?

MRSA ist eine Abkürzung für das Bakterium „multiresistenter Staphylococcus aureus“ oder für „Methicillinresister Staphylococcus aureus“. Es handelt sich um eine bestimmte Staphylokokken-Art, die jedoch eine Resistenz gegen Breitbandantibiotika (z. Bsp. Oxacillin oder Methicillin) entwickelt hat. MRSA zählt zu den häufigsten Ursachen der nosokomialen Infektionen, oft auch Krankenhausinfektionen genannt. Darunter versteht man, dass die Ansteckung mit dem Erreger durch einen Aufenthalt oder einer Behandlung in einem Krankenhaus, einem Pflegeheim oder einer sonstigen Pflegeeinrichtungen erfolgte.

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BMI – Body Mass Index

Immer wieder ist in der Altenpflege die Rede vom BMI, dem sogenannten Body Mass Index. Aber was genau ist das eigentlich? Und warum ist dieser so wichtig?

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Der Body Mass Index zeigt das Gewicht im Verhältnis zur Körpergröße. Man kann dadurch an Hand des BMI schnell erkennen, ob ein Bewohner / Patient übergewichtig ist (Adipositas) oder an Untergewicht leidet (Kachexie).

Es geht für uns in der Pflege nicht darum die Gewohnheiten eines Menschen zu verändern. Hat ein Bewohner schon immer Übergewicht gehabt, wird man ihn wohl kaum zum abnehmen bewegen können. Schließlich soll jeder selbst Entscheiden können, wie er Leben möchte 🙂

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Diskirminierung von alten Menschen in der Bild Zeitung

Jeder, der diese Schlagzeile in der Bild Zeitung gelesen hat und in der Pflege arbeitet hat mit Sicherheit erst einmal geschmunzelt. Genau so ich, wie mich eben diese E-Mail über den Verteiler erreicht hat.

Ist eine solche Schlagzeile wirklich angebracht? Die wenigsten Menschen suchen sich wohl aus, auf einen Rollator angewiesen zu sein. Auch diesen Menschen gebührt der Respekt eines jeden Mitmenschen. Das sieht der Axel Springer Verlag wohl anders.

Demenz Teil 2 – Die folgen einer Demenzerkrankung

Folgen der Demenz

In diesem Artikel werden die Folgen für einen an Demenz erkrankten Bewohner näher beschrieben. Im ersten Artikel zur Demenz wurden die unterschiedlichen Formen bereits etwas näher betrachtet.

Folgen für den Kranken

Für den Dementen hat seine Verwirrtheit „Sinn im Hier und Jetzt“, verständlich aus seiner Lebensgeschichte.

Andererseits drückt Verwirrtheit eine Sinnkrise aus. Eine Wertekrise in der Diskrepanz zwischen früheren und heutigen Werten, z.B. von Sauberkeit und Hygiene oder eine Selbstwert- oder eine Kommunikationskrise bis hin zur Sinn- und Zielkrise, so das sich auch Demente fragen: „Wozu lebe ich überhaupt noch, wenn ich anderen zur Last falle“.

Diese Sinnkrise führt bei Älteren häufiger als bei jüngeren zum Suizid.

Zunehmende Immobilität und körperliche Folgen drohen dem Demenzkranken. Diese zeichnen sich aus durch Austrocknung mit Delir, Infekt Anfälligkeit, Verstopfung oder Inkontinenz, Fallneigung mit Kontrakturen, Dekubitus, Thrombose, Muskelatrophie, ungenügende Atmung usw….

Neben den körperlichen Auswirkungen der Demenz treten häufig auch psychische und soziale Folgen auf. Diese machen sich bemerkbar durch Verlust der Selbstachtung, des Gedächtnisses bis hin zur Verwahrlosung. Wahn, Apathie und auch Depressionen sind häufig Folgen einer Demenzerkrankung. Ein Kommunikationsverlust kann bis zur Vereinsamung führen. Die zunehmende Abhängigkeit und Aggressivität der Erkrankten kann die Ablehnung durch andere zur Folge haben.

 

Folgen für beruflich Pflegende

Die in der schweren Demenzpflege tätigen, fühlen sich oft überfordert durch den Mangel an Zeit, Anerkennung und Solidarität .Die Ansprüche der Pflegeversicherung sind kaum noch zu realisieren. Häufig konzentrieren sich die pflegerischen Maßnahmen auf die Sekundärerkrankungen. Diese Bemühungen können aber nur wirksam sein, wenn das Pflegepersonal auch über psychologische Probleme beim Umgang mit dementen Patienten Bescheid weiß und aktivierende, therapeutische Maßnahmen kennt. So kann der Umgang mit dementen Patienten erleichtert werden . Das Pflegepersonal kann seine Kräfte konstruktiver einsetzen und eine positive Verstärkung bei der Pflege dieser Patienten geben. Leider ist dies in der heutigen Zeit kaum noch möglich. Die Pflegenden sind oft chronisch überlastet. Es mangelt an Personal und qualifizierten Betreuungskräften.

Oftmals ist das Pflegepersonal nur unzureichend über die Verhaltensweisen des dementen Patienten informiert. So kommt es bei störenden Verhaltensweisen, die der Patient nicht steuern kann, zu Frustrationen und Missverständnissen. Das Verhalten wird als „Bösartig“ „ egoistisch, „Misstrauisch“ oder sogar „feindselig“ angesehen. Solche Fehleinschätzungen können Ratlosigkeit oder Sanktionen zur Folge haben.

Maßnahmen zur Vermeidung von Eigen- und Fremdgefährdung sind für das Personal sehr problematisch. Wer einen verwirrten einsperrt, macht sich der Freiheitsberaubung schuldig, wer ihn laufen lässt, kann seine Aufsichtspflicht verletzen.

Fehlende fachliche und soziale Kompetenz des Personales, mit einem Gespür für die Bedürfnisse der verwirrten Patienten, gelten als Hauptprobleme. Verstärkt wird die Unsicherheit durch unzureichende Kenntnis zum Krankheitsbild, zu den Symptomen, Stadien, zur Biografie, zu den Lebensgewohnheiten und zu sozial pflegerischen Möglichkeiten der Betreuung. So werden bestimmte Verhaltensweisen als Angriffe gegen die eigene Person gewertet.

In erster Linie benachteiligt sind die Pflegebedürftigen. Doch auch beim Pflegepersonal bewirken die ständigen Misserfolgserlebnisse Frust und Versagens Ängste. Die können in dem sogenannten Burn out enden.

Die Sturzprophylaxe

Wozu dient die Sturzprophylaxe?
Unter einem Sturz versteht man jedes Ereignis, in dessen Folge eine Person unbeabsichtigt auf dem Boden oder auf einer tieferen Ebene zu liegen kommt (vgl. Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege DNQP, 2005).

Aufgrund vielfältiger Faktoren sind ältere Menschen besonders gefährdet zu stürzen und sich dabei schwerwiegende Verletzungen zuzuziehen. Die Sturzprophylaxe dient dazu, die Risiken zu mindern, damit es erst gar nicht zu einem Sturz kommt bzw. die Folgeschäden durch Stürze auf ein Minimum zu reduzieren.

Die Hauptrisiken für Stürze unterteilen sich in zwei Gruppen:

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Exsikkose- und Dehydratationsprophylaxe

Was ist eine Exsikkose?

Als Exsikkose (lat. ex „aus“ und siccus „trocken“) wird die Austrocknung des Körpers durch Abnahme des Körperwassers bezeichnet, die als Folge einer Dehydratationauftritt.

Wie man eine Exsikkose oder Dehydratation erkennt und welche Symptome auftreten können, werde ich später noch genauer erklären. Ebenso wie man handeln sollte, wenn einem auffällt, dass ein Bewohner zu wenig trinkt.

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